Kleiner Button, große Wirkung

Seit wenigen Tagen können alle Betreiber von Webseiten Facebooks so genannte Social-Plugins nutzen. Beispielsweise kann der Facebook-Button „Gefällt mir“ oder „I like“ jetzt auch außerhalb des Sozialen Netzwerks verwendet werden. Der Nutzer kann damit jede Internetseite bzw. jeden Inhalt wie beispielsweise Produktinformationen oder Filmrezensionen bewerten. Auf der Internetseite selbst wird angezeigt, wie viele Facebook-Mitglieder bereits auf den Button geklickt haben. Einen Haken gibt es allerdings.

Damit diese Funktion zur Verfügung steht, muss der Nutzer bei Facebook angemeldet und online sein. Denn das Plugin gibt die Information, welche Seite dem Nutzer gefällt, auch an dessen Newsfeed in Facebook weiter. Die Freunde des Nuzters sehen also, welches Angebot diesem gefällt. Und auch die Betreiber der Seite dürfen unbegrenzt speichern, wem welche Seite gefällt. Zukünftig könnte Facebook seinen Werbekunden so auf die persönlichen Vorlieben von Nutzern zugeschnittene Werbeeinblendungen anbieten.

Mit dieser Strategie, alle Inhalte zu integrieren, will Facebook den bislang wichtigsten Internetkonzern, Google, vom Thron stoßen und selbst die Vormachtstellung im Internet übernehmen. Damit bringt Facebook wohl erneut seine Kritiker und Datenschützer gegen sich auf. Erst im Januar hatte Facebook CEO Mark Zuckerberg mit seinen Äußerungen, dass Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß sei, für Schlagzeilen gesorgt.

Weitere Informationen: Facebook will das Gefällt-mir-Internet